Basic Mandarin Kurs - Betonung
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Betonung

Für das Meistern von Mandarin ist eine gute Betonung unverzichtbar. Viele Wörter hören sich nicht nur ähnlich an, aufgrund der verschiedenen Töne kann ein Wort wie wir es aus dem Deutschen kennen, mehrere verschieden Bedeutungen haben. Sich eingehend mit den Tönen zu beschäftigen ist daher sehr wichtig, auch weil Fehler die am Anfang gemacht werden später nur mehr sehr schwer ausgebessert werden können.

4 Töne

Mandarin hat 4 Töne. Abhängig davon ob man ein Wort wie wir es aus dem Deutschen kennen mit hoher Stimme, niedriger Stimme oder ansteigender Stimme sagt, kann es verschiedene Bedeutungen haben. Man kann das in etwa mit normalen Sätzen und Fragen im Deutschen vergleichen: Eine ansteigende Stimme am Ende eines Satzes signalisiert eine Frage, eine tiefe Tonlage einen normalen Satz. Töne im Chinesischen funktionieren ähnlich, jedoch irgendwie auch ganz anders.

4 Töne in Mandarin

Dieses Bild zeigt die vier Töne die es zu erlernen gilt. Der erste Ton ist hoch und flach und damit der einfachste der 4. Ton 2 beginnt bei 3 und endet bei 5. 3 bedeutet dabei eine mittlere Stimmlage, 5 die Tonlage von Ton 1. Ton 3 fällt zuerst um sofort wieder auf Tonlage 4 anzusteigen. Der vierte Ton scheint relativ einfach zu sein, ist jedoch wahrscheinlich der am schwersten zu erlernende Ton. Die Stimme fällt dabei von der höchsten bis zur tiefsten Stimmlage, und genau das ist das schwere. Viele Lernende schaffen es nicht bis auf Tonlage 1 zu fallen sondern stoppen bei 3 oder 2, für eine perfekte Betonung sollte der vierte Ton daher besonders viel geübt werden.

Anhand des Beispiels "ma" kann man sehen, wie die Töne in der Praxis umgesetzt werden:

ma

"Wort" ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck da es sich eigentlich um vier verschiedene Wörter handelt die nichts miteinander zu tun haben. Das Darstellen von Wörtern mit Tönen in dieser Form heißt übrigens Pinyin und wird im nächsten Kapitel genauer behandelt.

Und was ist der fünfte Ton? Das letzte "ma" repräsentiert den so genannten stillen Ton, was so viel bedeutet wie dass man sich nicht um Töne kümmern muss sondern das Wort einfach normal aussprechen kann, in etwa so wie man es auf Deutsch lesen würde.

"ma" ist selbstverständlich nicht genug. Das Pronounciation Tool enthält sämtliche Silben zum anhören und üben was vor allem am Beginn sehr hiflreich sein kann.

Änderung des 3. Tons

Die Betonung des 4. Tons is womöglich am schwersten zu erlernen, der dritte Ton ist jedoch auch knifflig da er nicht immer gleich ist. Folgen 2 dritte Töne aufeinander, ändert sich der erste zu einem zweiten Ton. Dieses Beispiel macht das ein wenig verständlicher:

Das Wort 你好 bedeutet "hallo" und wird mit Pinyin als nǐ hǎo dargestellt, jedoch als ní hǎo ausgesprochen.

hǎo

Gelesen werden sollte das Wort jedoch folgendermaßen:

nǐ (ní)
hǎo

Der Grund für die Änderung zu Ton 2 ist, dass zwei dritte Töne relativ schwer auszusprechen sind, das Ändern des ersten Tons vereinfacht die Aussprache ein wenig. Je länger man Mandarin lernt desto mehr automatisiert man diese Änderung. Solange man noch Pinyin verwendet ist es unter Umständen sogar schwerer, beim Lesen von Schriftzeichen scheint das Gehirn automatisch das Richtige zu machen - meistens zumindest.

不 & 一

不 (bu) und 一 (yi) sind sehr einfache Wörter und bedeuten "nicht" und "1". Das schwierige ist jedoch, dass ihre Töne nicht immer gleich sind und vom darauffolgenden Wort abhängen. Das hat wie schon zuvor mit einer vereinfachten Aussprache zu tun und wird in späteren Kursen noch genauer behandelt. Für den Moment ist es nur wichtig zu wissen das die beiden Wörter mehrere Töne haben können, mehr folgt dann später.

Pinyin

Das bereits erwähnte Pinyin ist das Schreiben von Chinesisch unter Verwendung von Buchstaben. Es hilft sehr beim Erlernen von Betonung und Tönen und wird deshalb im nächsten Kapitel ausführlicher behandelt.

Abschließende Tips

Sollten Sie ein kompletter Anfänger sein würde ich Ihnen raten sich entweder Chinesische Freunde zu suchen oder sich die eine oder andere Stunde Chinesisch mit einem Lehrer zu gönnen. Wie bereits erwähnt sind Fehler die am Anfang gemacht werden später nur sehr schwer zu ändern. Mit einem Muttersprachler oder Lehrer Betonung und Töne zu üben und sich sagen zu lassen, wo man was falsch macht ist deshalb sehr wichtig - 1 oder 2 Stunden im Monat können da schon ausreichen. Selbst kann man es natürlich auch versuchen, es ist jedoch um einiges schwerer.

Weiters noch einmal der Hinweis auf das Pronounciation Tool das vor allem ganz am Anfang sehr hilfreich sein kann.